Es war viel los in den letzten Wochen. Der November ist vorbei und wir sind mitten im Abschluss des Jahres. Heute ist der 13. Dezember und morgen findet die Clausura von CANAT statt. Hierfür wurden alle Familien und Mitarbeiter eingeladen. Schon gestern war das letzte Mal Ludoteca mit den Kleinen und auch von den Jugendlichen haben wir uns verabschiedet, allerdings gibt es auch ein Ferienprogramm, in dem wir einige wiedersehen werden, schon bevor es im März, nach den Sommerferien, von Neuem losgeht.
Die letzten zwei Wochen waren allerdings nicht nur in CANAT intensiv. Clara, Sophie und ich hatten uns entschieden, ein Wochenende am Meer in Lobitos zu verbringen, wo ich dann auch das erste Mal Surfen ausprobierte. Dieses kleine Abenteuer war allerdings nur der Anfang, denn für diese erste Dezemberwoche hatten Clara und ich eine Reise gebucht, die uns unsere ehemalige Chefin vorgeschlagen hatte: 5 Tage im peruanischen Regenwald, mit einem Boot durch die Lagunen paddeln und auf Stelzenhäusern unter Moskitonetzen schlafen.
Also setzten wir uns für 18 Stunden mit unseren Rucksäcken in den Nachtbus, nahmen in Tarapoto das Taxi, welches uns innerhalb von 3 Stunden nach Yurimaguas fuhr, wo wir dann ins Boot stiegen und nach 4 Stunden endlich in Yurimaguas Legunas ankamen. Hier übernachteten wir in einer Unterkunft, bevor uns dann am Morgen unsere Guides abholten und uns ab diesem Zeitpunkt 5 Tage lang durch die Selva begleiteten. Diese Reise war wirklich unvergesslich. Es gab viele magische Momente, um nur einige zu nennen: die Millionen Sterne, das Paddeln zwischen rosa Delphinen, das Kreischen der Affen und das Beobachten der Faultiere.
Bevor wir uns wieder auf die Heimreise machten, besuchten wir noch ein Stadtfest, welches zufälligerweise genau an diesem Tag eröffnet wurde. Vom vielen Essen und verrückten Tänzen mit gebastelten Kühen bis hin zu einer Tradition, bei der Gruppen versuchten, gemeinsam einen Beutel Geld von einem rutschigen Mast herunterzuholen, durften wir alles noch miterleben, bevor unsere Reise zu Ende ging.
Jetzt, nach all diesen Eindrücken und kleinen Abenteuern, sitzen wir wieder in der heißen Wüstenstadt und kommen langsam in Weihnachtsstimmung. Heute ist das Weihnachtspaket meiner Eltern angekommen und auch in CANAT hängt ein Adventskalender. Für die kommende Woche ist ein Weihnachtsprojekt in La Tortuga geplant und ich bin gespannt auf mein erstes Weihnachten im Sommer. Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich alle meine Freunde und meine Familie ganz besonders vermisse und es um die Feiertage nicht gerade einfacher wird.
Liebe Grüße aus Peru
P.S.: 1/3 der Zeit in Peru ist schon verflogen und ich bin gespannt, was mich noch alles in diesem Jahr erwartet.



